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Der Bayerwald-Bote

ZEITUNG FÜR DEN LANDKREIS REGEN
ZWIESELER ZEITUNG

Montag, den 15. September 2008


Andrang in der Unterwelt

Vereine arbeiteten beim Denkmal-Tag Hand in Hand

 
Ganz besondere Einblicke in die Unterirdischen Gänge  gewährte Toni Bernreiter vom Verein „Unterirdisches Zwiesel“ beim Tag des offenen Denkmals. Er zeigte den Besuchern Räumlichkeiten unter dem ehemaligen Posthalterhaus Weinberger, die erst im kommenden Jahr offiziell zugänglich gemacht werden sollen.  - Foto: Haller
 

Zwiesel. Der Tag des offenen Denkmals ist gestern in Zwiesel auf enormes Interesse gestoßen. Bereits lange vor den Führungsterminen drängten sich Feriengäste und Einheimische um die Eingänge zum unterirdischen Fluchtwegesystem beidseits des Stadtplatzes. Auf der Rathausseite führte Alfred Baierl für die Stadt Zwiesel in das mystische, unterirdische Felslabyrinth des frühen Mittelalters. Sein Problem war jedoch, dass er vorschriftsmäßig pro Führung nur 20 Personen mitnehmen konnte, aber wesentlich mehr Leute an den Führungen teilnehmen wollten.

Unermüdlich und mit bewundernswerter Ruhe leitete Alfred Baierl eine Führung nach der anderen. Diejenigen, die einen Helm ergattert hatten und die spannende Zeitreise miterleben konnten, kamen begeistert wieder ans Tageslicht. Andere, die oft lange Wartezeiten in Kauf nehmen mussten, reagierten zum Teil unwirsch. Immer wieder wurden Stimmen laut, dass bei einer Personen-Begrenzung unbedingt eine bessere terminliche Organisation hätte stattfinden müssen. Der Verein „Unterirdisches Zwiesel“ hatte den Tag des offenen Denkmals auf der gegenüberliegenden Stadtplatz-Seite anders organisiert. Er arbeitete mit den Mitgliedern des Kulturvereins „Über d’ Grenz’“ zusammen, die sich im windgeschützten, sonnigen Garten des Weinberger-Hauses vorbildlich mit Musik, Bratwürsten und Getränken um die wartenden Gäste kümmerten. Josef Schmid, besser bekannt als „Tschupp“, und Magdalena Proft hatten die musikalische Umrahmung übernommen. Ivan Falta, 2. Vorsitzender des Kulturvereins, brachte die Besucher termingerecht zum richtigen Ort und er bot am Nachmittag auch Führungen in tschechischer Sprache an. Ab 9 Uhr morgens führte Toni Bernreiter, Vorsitzender des Vereins „Unterirdisches Zwiesel“, ohne Unterbrechung den ganzen Tag in die unterirdischen Erlebniswelten, die Künstler von Weltrang mit herrlichen Glaskunstwerken gestaltet haben. Für Bernreiter war der enorme Andrang keine Überraschung, seit Wochen wird er nach eigenen Angaben von Führungs-Anfragen aus ganz Deutschland und Österreich förmlich überrannt. Bernreiter hatte sich für den Tag des offenen Denkmals zudem eine Besonderheit einfallen lassen. Er führte seine Gäste nicht nur durch die bekannten Kellergewölbe, sondern ermöglichte ihnen auch Einblicke in die Räumlichkeiten, die erst im Jahr 2009 offiziell geöffnet werden sollen. Mit einem Film wurden die Besucher außerdem auf die Bergsynagoge im tschechischen Hartmanitz aufmerksam gemacht, zu der am 21. September eine Fahrt organisiert wird. Anmelden kann man sich dazu unter Tel. 09922/2550 bei Toni Bernreiter

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